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Thomas Endls Welt der Bücher und Bilder

Der fantastische Circus Sarrasani und der verrückte Zauberspruch

Kinderroman


ab 8, durchgehend vierfarbig illustriert von
Karin Schliehe und Bernhard Mark,
Baumhaus-Verlag, 114 Seiten, 2002

Der neunjährige Theo hat ein ganz besonderes Faible. Er sammelt für sein Leben gern Hüte, egal ob Charly Chaplin-Melonen oder Komiker-Kappen. Doch besonders interessiert er sich für alle möglichen Arten von Zirkus-Hüten. Denn Theo, mit vollem Namen Theodor Mangold, ist kein gewöhnlicher Junge. Er lebt mit seiner Artistenfamilie im berühmten Circus Sarrasani und zieht mit der gesamten Mannschaft von Vorstellungsort zu Vorstellungsort. „Zirkusluft schnuppern“ ist für ihn eine ganz alltägliche Sache und gleichzeitig seine größte Gabe. Denn Theo ist ein Geruchskünstler und kann sich mit geschlossenen Augen über das Circusgelände bewegen – natürlich ohne gegen Pfosten und Anhänger zu knallen.

„Seltsam“, denkt er deshalb eines Tages, als er vor dem Käfig des imposanten Tigers Khan steht. Denn der riecht plötzlich nicht mehr so wie er sollte. Genau genommen riecht er gar nicht mehr. Theos Freundin Yana will ihm natürlich kein Wort glauben, schließlich hat sie einmal bei den Proben einer Pudeldressur ausgeholfen und hält sich seitdem für eine erfahrene Dompteuse und Tierkennerin. Doch Khans Duft bleibt nicht das Einzige, was in diesen Tagen verschwindet.  

Nachdem sich während der Vorstellung Trapeze, Motorräder und sogar das Pony Fleckchen in Luft auflösen, beginnt Yana Theo zu glauben. Das Publikum ist zwar begeistert von diesen unglaublichen Tricks, doch die Artisten sind einigermaßen beunruhigt über diese Zauberkünste, die man ihnen unberechtigterweise zuschreibt.

Jede Aufführung wird gefährlicher – eines Tages verschwindet sogar das Sicherheitsnetz der Fliegenden Holländer – und ohne Requisiten können keine neuen Nummern mehr aufgeführt werden. Klarer Fall, denken Theo, Yana und der entrüstete Fleckchen-Besitzer Martti, wir müssen dem geheimnisvollen Dieb auf die Schliche kommen.  


Tolle Geschichte, so quirlig und bunt wie das Zirkusleben selbst. (Familie & Co.)

Spielerisch und humorvoll schildert das Buch Thomas Endls die Geschichte des Zirkusjungen Theo, der dank seiner feinen Nase den unheilvollen Streichen von Sim, Sala und Bim auf die Spur kommt. Von der Faszination der Magie handelt diese Erzählung. Der Roman vermittelt aber auch die Unternehmensphilosophie André Sarrasanis, wonach sich die Zirkusästhetik wie andere Künste auch mit der Zeit wandeln muß, damit die Artistik nicht eines Tages nur noch Nostalgikern gefällt. (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Thomas Endl ließ sich von Zirkusdirektor André Sarrasani zu dem Kinderroman inspirieren und feierte mit seinem Erstling großen Erfolg: Kinder - ebenso wie Erwachsene - lieben die Geschichte über den Zirkusjungen Theo. (Süddeutsche Zeitung)

Auf eine Fortsetzung darf man wirklich gespannt sein.
(www.krimiforum.de)